Wie alles begann...

 

Am 24.07.2014 hieß es für Markus und Carina „Ab in den Süden“. Ihre Urlaubsreise, welche ein Geschenk  von Pfr. DDr. Remigius Orjikwu zu ihrer Hochzeit war,  führte sie für drei Wochen in die Regenzeit Nigerias, wo sie bei dem Aufbau einer Strickerei mithalfen. Sicherlich für eine Hochzeitsreise eher ungewöhnlich, doch für sie ein Ausdruck dessen, was ihnen beiden im Leben wichtig ist.

Die Begegnung mit den Kindern und Jugendlichen erlebten Markus und Carina einerseits unglaublich bereichernd und berührend, andererseits aber sehr bedrückend.

Viele der Kinder und Jugendlichen müssen, anstelle in die Schule, bereits arbeiten gehen, um ihre Familien, die unter großer Armut leiden, zu versorgen. Meist gehen sie dem Marktverkauf, dem Straßenhandel oder der Feldarbeit nach. Aber auch im Straßenbau bzw. im Steinbruch konnten Markus und Carina Kinder und Jugendliche beobachten. Bekannt ist auch, dass leider auch Prostitution ein sehr ertragreiches und daher auch lukratives Geschäft ist.

Auch wenn es Gott sei Dank in Nigeria inzwischen immer weniger Familien gibt, die verhungern müssen, leiden dennoch viele unter Hunger. Die einer Familie zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel müssen aufgrund der meist großen Anzahl von Familienmitgliedern gut rationiert werden. Viele der Kinder und Jugendliche haben Carina daher immer wieder gebeten, ihnen Essen zu geben. Der Satz „Please, give me rice“ berührte Carina besonders und treibt ihr heute noch Tränen in die Augen. Kinder und Jugendliche, die aus welchen Gründen auch immer ihre Eltern verloren haben, werden zwar meist von ihren nahen Angehörigen, die selbst meist in ärmlichen Verhältnissen leben, aufgenommen, von diesen jedoch oft missbraucht und sehr schlecht behandelt.

Was die Erziehungsstile anbelangt, ist der Autoritäre in Nigeria eindeutig vorherrschend. So ist der Einsatz von Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen Gang und Gebe. Es steht auf der Tagesordnung, Kinder, die sich nicht entsprechend der Norm verhalten, mit einem Stock oder mit der Hand zu schlagen.

Zum Abschied hat Carina Briefe von Kindern und Jugendlichen erhalten, mit der Bitte, um finanzielle Hilfe bei der Schulausbildung. Auch wenn inzwischen in einigen Gemeinden der Besuch der Primary School kostenlos ist, ist ein Schulbesuch für viele einerseits aufgrund der Abhängigkeit der Familien vom Geld der Kinder und Jugendlichen nicht möglich, andererseits herrscht in Nigeria eine Schuluniformpflicht, die sich viele Familien nicht leisten können.

All diese Eindrücke waren Anlass dafür, dass eines für Markus und Carina klar war:
Sie möchten und können keinesfalls so weiterleben wie bisher und so tun, als wären sie all diesen Kindern und Jugendlichen nie begegnet.
Sie sind nun wieder zurück in Tirol, aber ein großer Teil ihres Herzens blieb in Nigeria!
Die Kinderaugen bleiben unvergesslich und drängen sie dazu, sich in den Dienst für die Kinder und Jugendlichen zu stellen!

 

"Tätiger Glaube ist Liebe. Tätige Liebe ist Dienst."
(Mutter Theresa)
 

 

Die Dankbarkeit wurzelt im Wissen, dass Großherzigkeit nicht selbstverständlich ist.Herzlichen Dank

Wir danken von Herzen allen Spendern, Förderern, Helfer und Mitarbeiter für ihre treue Unterstützung.
Ein herzliches Dankeschön auch an jene, die eine längerfristige Projekt- oder Kindspatenschaft übernommen haben!
Vor allem im Namen der Kinder ein Vergelt's Gott für jede noch so kleine Gabe und das Mittragen im Gebet.

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